15 Ideen, wie du gemütlich und nachhaltig in den Herbst startest

Wenn die Tage kürzer werden, morgens plötzlich Nebel über den Wiesen liegt und man zum ersten Mal wieder freiwillig nach der warmen Decke greift, dann heißt es, er ist da: Der Herbst. Und mit ihm diese besondere Zeit zwischen lauwarmen Sonnenstrahlen und erstem Laub auf den Straßen. Es ist also an der Zeit, es sich zu Hause gemütlich zu machen!

Die gute Nachricht: Für ein bisschen Herbstgefühl brauchst du weder eine komplett neue Einrichtung noch einen Einkaufswagen voller Dekoration. Mehr ist nicht immer mehr, ganz im Gegenteil. In Zeiten des Klimawandels ist bewusster Konsum umso schöner. Oft reichen kleine Rituale, Dinge, die du bereits besitzt, und ein paar bewusst ausgewählte (aber bitte hochwertige) Begleiter, die dich viele Jahre lang durch die kalte Jahreszeit bringen.

Hier kommen 15 Ideen für einen gemütlichen und natürlich nachhaltigen Start in den Herbst.

1. Tee zelebrieren statt Tee trinken

Nicht schnell einen Teebeutel in die Tasse werfen und nebenbei drei Nachrichten am Handy beantworten. Such dir stattdessen einen Lieblingstee aus, setz dich für zehn Minuten ans Fenster und sieh zu, wie sich der Tee entfaltet. Bemerke den Duft, gönn die ein paar Kandisstücke und höre zu, wie sie im heißen Wasser knistern. Klingt unspektakulär – fühlt sich aber erstaunlich gut an und hat sogar einen Namen: Achtsamkeit. Nutze Bioprodukte und konzentriere dich auf die natürlichen Aromen der Natur. Kaufen könntest du deinen Tee zum Beispiel bei Annettes kleinem Startup United by Tea

Ich als bekennender Tee-Fan und Tassenfetischistin habe auch immer eine Tasse des Tages. An manchen Tagen möchte ich lieber aus einer filigranen Tasse trinken, an anderen aus einem richtigen Henkeltopf. Und eine heiße Schokolade schmeckt nur gut aus meinem Lieblingsbecher. Mein Mann bringt mir immer wieder Tassen mit, er weiß, dass mich das so viel mehr freut als Blumen. Kennst du das oder bin ich einfach schräg? :-)

2. Geh auf Herbstschatzsuche

Kastanien, bunte Blätter, Hagebutten, kleine Äste und Tannenzapfen: Die schönste Herbstdekoration liegt meistens schon draußen herum. Nimm beim Spaziergang einen kleinen Stoffbeutel mit und sammle ein paar Dinge, die du zu Hause in einer Schale oder auf einem Tablett arrangierst.

Bitte nimm nur mit, was bereits auf dem Boden liegt, und lass geschützte Pflanzen sowie genügend Nahrung und Rückzugsorte für Tiere zurück.

3. Richte dir einen festen Lieblingsplatz ein

Vielleicht ist es ein Sessel am Fenster, eine Ecke auf dem Sofa oder einfach ein Stuhl in der Küche. Leg dort eine Decke bereit, stell ein Buch daneben und erkläre diesen Platz offiziell zu deinem Herbstplatz.

Du musst dafür nichts neu einrichten. Eine Decke aus einem anderen Zimmer, ein vorhandenes Kissen und eine kleine Lampe reichen völlig. Wenn du doch etwas ergänzen möchtest, achte bei Textilien beispielsweise auf GOTS oder IVN BEST und wähle Farben und Materialien, die dir auch in fünf Jahren noch gefallen.

4. Schreib eine „Darauf freue ich mich“-Liste

Der Herbst fühlt sich manchmal ein bisschen nach Abschied an. Dreh den Gedanken um und schreib auf, worauf du dich in den nächsten Wochen freust: Kürbissuppe (Yes!!), ein Nachmittag im Café, ein bestimmtes Buch, Pilze suchen, ein Spieleabend oder endlich wieder in dicke Socken und Pullis einkuscheln.

Die Liste darf ganz klein und alltäglich sein. Gerade diese kleinen Dinge sorgen dafür, dass die dunklere Jahreszeit nicht nur grau wirkt. Und sie machen dankbar - eine wichtige Basis fürs Glücklichsein, wie wir wissen!

5. Menschen treffen

Gemütlichkeit wird meistens noch besser, wenn man sie teilt. Schreib einer Freundin, deiner Mama oder einem Menschen, den du schon länger nicht gesehen hast: „Kommst du auf eine Tasse Tee vorbei?“ Kein aufwendiges Essen, keine perfekt aufgeräumte Wohnung – einfach zusammensitzen.

Und wenn die Person weiter weg wohnt, funktioniert auch eine kleine Teepause per Videoanruf.

An dieser Stelle muss ich dir doch schnell meine tollen Tassen zeigen. Vielleicht bist du ja genauso tassenbegeistert, wie ich... 

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6. Saisonales kochen

Tritt in die Fußstapfen unserer Urgroßmütter: Koch einmal nur das, was die Saison und die Region hergeben. Kürbis, Äpfel, Birnen, Kartoffeln, Rote Bete und viele Kohlsorten haben im Herbst ihren großen Auftritt. Such dir ein einfaches Rezept aus und kauf die Zutaten möglichst regional, saisonal und unverpackt. Eine Kürbissuppe oder ein Apple-Crumble machen die Wohnung mit ihrem Duft ganz nebenbei herbstlich. Hat dir das gefallen? Dann denke über eine Mitgliedschaft in einer Solidarischen Landwirtschaft nach - da bekommst du dieses Erlebnis das ganze Jahr.

7. Mach einen Abend lang das große Licht aus

Verzichte auf die Deckenlampe und versuch es stattdessen mit kleinen, warmen Lichtquellen. Eine Tischleuchte, eine Lichterkette mit niedrigem Stromverbrauch oder ein paar Kerzen Kerzen schaffen sofort eine andere Atmosphäre.

Bei Kerzen lohnt sich ein genauer Blick: Verzichte auf billige Kerzen mit künstlichen Duftstoffen und setze stattdessen auf Naturmaterialien. Purer Luxus sind Kerzen aus regionalem Bienenwachs - der Duft ist unschlagbar!

8. Veranstalte deinen eigenen Lesesonntag

Handy weg, einmümmeln und endlich das Buch anfangen, das seit Monaten auf dich wartet. Falls dein Bücherstapel nichts Passendes hergibt, schau in der Bücherei vorbei, nutze einen öffentlichen Bücherschrank oder tausche Bücher mit Freunden. Und neue Bücher einfach beim lokalen Buchhändler holen, statt aus dem Internet. Dazu ein paar feine Naschereien, Tee und eine große Obstplatte - nach so einem Tag kannst du perfekt erholt in die neue Woche starten!

9. Hol die Wärmflasche raus

Eine Wärmflasche auf dem Sofa, warme Füße und draußen Regen – mehr Herbst geht eigentlich kaum. Prüfe vor der Benutzung, ob deine alte Wärmflasche noch unbeschädigt ist, damit es keine bösen Überraschungen gibt. Falls eine neue nötig wird, achte auf ein robustes, geprüftes Modell und einen waschbaren Bezug aus Bio-Baumwolle.

10. Nimm dir Zeit für ein Hobby

Leg dein Handy außer Reichweite und puzzel, stricke, male, backe oder bastle. Gerade im Herbst tut es gut, etwas mit den Händen zu machen und ein bisschen in die Bewegung zu kommen. Wer weiter denkt, nimmt sich schon die ersten DIY Weihnachtsgeschenke vor, das spart Stress im Advent.

11. Stell dir eine kleine Herbst-Playlist zusammen

Welche Musik klingt für dich nach Regen am Fenster, heißem Tee und einem langsamen Sonntag? Sammle zehn bis zwanzig Lieder in einer Playlist. Danach hast du auf Knopfdruck Herbststimmung – ganz ohne etwas zu kaufen. 

12. Verschenk eine kleine Portion Gemütlichkeit

Du kennst jemanden, der gerade eine anstrengende Zeit hat? Stell eine kleine Herbstüberraschung zusammen: Zum Beispiel selbstgebackene Keke und ein paar persönliche Worte. Es muss nicht viel sein. Entscheidend ist das Gefühl: Jemand hat an mich gedacht.

Falls es doch eine große Portion Gemütlichkeit sein soll, kannst du dir hier bei mir eine Geschenkbox zusammenstellen

Abschiedsgeschenk für Erzieherin: Liebevoll gestaltete Geschenkbox als persönliches Dankeschön zum… – Ansicht 9

13. Zieh dir gute Laune an

Der Himmel ist grau genug – deine Kleidung muss es nicht auch sein. Hol dein Lieblingsshirt heraus, kombiniere es mit einer Strickjacke und trag ruhig einen Spruch, der dich selbst zum Lächeln bringt. 

Wenn du ein neues Kleidungsstück kaufst, wähle lieber eines, das du häufig und lange tragen wirst. Zertifizierungen wie GOTS beziehen neben Bio-Fasern auch ökologische und soziale Kriterien entlang der Verarbeitung ein.

Und falls du zufällig Schwabenfan bist, kannst du hier mit klaren Statements ausm Ländle punkten. 

14. Mach einen regnerischen Nachmittag zum Spieleabend

Einfach ein vorhandenes Spiel aus dem Schrank holen, etwas zum Knabbern auf den Tisch stellen und alle Handys in einem Korb parken. Das funktioniert mit der Familie genauso gut wie mit Freunden – und sorgt für eine richtig tolle Zeit mit echten Gesprächen. 

Du hast kein Spiel? Check Kleinanzeigen oder einen anderen Mini-Markt in deiner Nähe, da gibt es toll erhaltene Spiele für kleines Geld.

15. Beende den Tag mit drei guten Dingen

Bevor du schlafen gehst, schreib drei Dinge auf, die an diesem Tag schön waren. Das kann der Geruch nach Regen sein, ein netter Satz, eine leckere Mahlzeit oder ein wertvolles Gespräch. Dieses kleine Ritual kostet nichts und lenkt den Blick auf das, was wirklich wertvoll ist. Nimm dir dieses kleine Achtsamkeitsritual am besten mit in die anderen Jahreszeiten, es kann lebensverändernd sein!

Als besonderen Glücksmoment kannst du diese schönen Dinge einen Monat lang auf 30 kleine Zettel schreiben und jeden Abend einen davon in ein Glas legen. Am Ende hast du eine schöne Glückssammlung, die du immer wieder lesen kannst. 

Lust, das Glas besonders zu verzieren? Dann schnapp dir einen Glasmalstift oder such dir einen meiner Vinylaufkleber aus, die aus einem einfachen Marmeladenglas ein schönes Upcyclingprojekt machen. 

Du siehst: Gemütlich und nachhaltig – das passt wunderbar zusammen

Ein gemütlicher Herbst entsteht nicht durch Ultra-Shopping, sondern durchs langsamer machst, dadurch, dass du Alltägliches bewusst genießt und dich mit Dingen umgibst, die du wirklich magst.

Benutze zuerst, was du schon hast. Leih Dinge aus oder kauf gebraucht, wenn das sinnvoll ist. Und wenn du etwas Neues auswählst, dann am besten langlebig, reparierbar, fair hergestellt und so, dass du dich nicht nur in diesem Herbst daran freust.

Viel Spaß beim Umsetzen des ein oder anderen Tipps - lass mich gern wissen, was dein Favourit ist. Meiner: Tee zelebrieren - aber das hast du dir wahrscheinlich schon gedacht... :-)

Liebe Grüße von Melanie 

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